Entschleunigung war angesagt – Nachdenken und Orientierung begann


19 Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik und 17 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Kinderpflege des BBZ Zwiesel waren wieder eine Woche in Taizé.

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Über 800 junge Leute aus Europa waren in der Zeit kurz nach Ostern in dem kleine Dorf Taizé, um mit den Brüdern der Communauté de taizé, eine Woche am „Hügel“ zu leben.
Bruder Jean-Daniel, der aus der Slowakei stammt, begleitete die jungen Menschen in der Woche bei den Bibeleinführungen. Dolmetscher aus den Reihen der TeilnehmerInnen übersetzten die Bibelauslegungen des englisch sprechenden Bruders auf Deutsch und Französisch.
Die jungen Leute kamen dieses Jahr aus Finnland, der Ukraine, aus Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Polen und aus verschiedenen deutschen Bundesländern. So wurden die Taizélieder neben der lateinischen Sprache auch in den Sprachen der Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern gesungen.
Die Tage waren strukturiert durch dreimalige Taizégebetseinheiten in der Friedenskirche, den gemeinsamen Mahlzeiten, den Gruppengesprächen und mit unterschiedlichen gemeinsamem Arbeiten. Da hieß es mitzuhelfen beim Essenzubereiten, beim Abwasch, bei diversen Gartenarbeiten und Putzdiensten, Aufgaben in der Kirche und vieles, vieles mehr.

Hier ein paar Aussagen von den Teilnehmerinnen vom BBZ Zwiesel, nachdem sie wieder daheim waren und durch einen Feedbackbogen ihre Eindrücke schildern konnten:

„Kurz vor den Prüfungen war Taizé perfekt. Diese Woche hat mich beruhigt und wieder in die richtige Richtung gebracht.“
„Taizé muss man gesehen und erlebt haben, Taizé kann man nicht erklären.“
„Ich bin selbstbewusster, ruhiger und entspannter geworden.“
„Es hat meinen Glauben wieder mehr gefestigt.“
„Die Taizégebete waren sehr schön, vor allem am Samstag die Nacht der Lichter mit den Kerzen hat mich sehr beeindruckt.“
„Danke, es war megatoll. Ich hoffe, ich komme nächstes Jahr wieder mit.“
„Ich habe viele Leute von verschiedenen Religionen kennengelernt, war spannend zu sehen.“
„Taize hat mich zum Nachdenken gebracht.“
„Die Gebete waren unbeschreiblich schön.“
„So eine tolle Erfahrung machen zu dürfen, ist echt schön.“
„Ich konnte einfach mal abschalten.“
„Ich hatte Zeit zum Nachdenken und Einiges wurde mir klarer.“
„Ich wurde offener und konnte zu mir selbst finden.“
„Es hat mich wieder näher zu mir und meinen Glaubensansichten gebracht.“

Grundsätzlich haben sich die TeilnehmerInnen aus Zwiesel recht schnell an das einfache Leben in Taizé gewöhnt. Und auch das kalte Wetter hat den Aufenthalt nicht getrübt.
Den Glauben erleben und erfahren in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten, hat sich gelohnt, davon waren alle überzeugt. Und fast alle möchten im nächsten Jahr wieder nach Taizé mitfahren, zum Entschleunigen oben am Hügel bei den Brüdern.

                                                                         Marianne Holzbauer