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Von Damaskus nach Zwiesel - eine Begegnung mit Firas Alshater

„Ach wie süß!“ - „So niedlich!“ - „Wie schön!“ Die ersten Reaktionen der Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums für soziale Berufe des Mädchenwerks Zwiesel geben den durchweg positiven Ton der Veranstaltung vor. Dem Entzücken über Firas’ reizende Chihuahua-Dame Zucchini folgt Erstaunen - so sieht jemand aus, der aus Syrien nach Deutschland geflohen ist? Mit seinem äußerst individuellen und lässigen Look hält man ihn viel eher für einen Berliner - und dort hat er auch seine neue Heimat gefunden. Doch Firas hat bei seinem Besuch in Zwiesel weit mehr zu bieten als ein Schoßhündchen und Style. Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiterin Andrea Feitz und einführenden Worten vom kommunalen Jugendpfleger Dirk Reichel, der zusammen mit dem Kreisjugendring Regen (vertreten durch Matthias Sauerteig) die Veranstaltung souverän organisiert und unterhaltsam moderiert, gehört Firas die Bühne. Fast 150 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte konnten in der Aula des Mädchenwerks einen dynamischen und sympathischen Menschen kennenlernen, der sein nicht immer einfaches Leben mit Humor meistert. Es fehlten die ernsten Untertöne durchaus nicht. Aufmerksam und ergriffen konnten die Anwesenden seinen Schilderungen von Unterdrückung und Folter in seiner Heimat Syrien folgen. Diese dunklen Abschnitte gehören auch zu seinem Leben. Doch Firas stellt klar: „Lachen finde ich wichtiger.“ Seine offene Art und sein Humor begeistern sofort und machen seinen Besuch zu einer ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Begegnung. Seine Schilderung kurioser Erlebnisse mit deutschen Behörden und die ersten Kontaktaufnahmen mit der einheimischen Bevölkerung sorgen nicht nur für eine heitere Stimmung, sondern regen auch zum Nachdenken über eigene Vorurteile und Klischees an. Eindringlicher und menschlicher hätte man im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ nicht aufzeigen können, welche Chancen das Zusammentreffen von Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen bietet. Die zahlreichen Fragen der durchweg interessierten Schulfamilie beantwortet er mit Charme und Leichtigkeit. Am Ende sind sich alle einig: „Schön, dass du bei uns bist, Firas!“