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Danke für die wunderbaren Jahre! 

Abschlussfeier an der Fachakademie – 28 Erzieher/innen gehen ins Berufspraktikum

 

Von Claudia Winter

 

 Zwiesel. Zu einer starken Gemeinschaft sind die Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik  in den vergangenen vier Jahren zusammengewachsen.  Gemeinsam ging man durch dick und dünn, tiefe Freundschaften haben sich entwickelt.  Jeder der 28 Absolventen durfte erfahren: „Ich bin Teil des Ganzen“ –  unter dieses Motto hatten die Schüler deshalb  ihre Abschlussfeier gestellt.

  Die Abschlussfeiern im Mädchenwerk sind immer etwas ganz Besonderes. Wie die Absolventen in diesem Jahr ihren Abschied gestaltet haben, das zeigte,  wie sehr sie sich untereinander  und auch der Schule verbunden fühlen.  Bei den sehr persönlichen Ansprachen flossen immer wieder auch Tränen. Doch es war kein Abschied für immer, die Erzieherinnen und Erzieher gehen jetzt ins Berufspraktikum und werden dabei weiterhin intensiv von der Schule begleitet. In einem Jahr folgt dann die staatliche Anerkennung. 

 Bis ins kleinste, liebevolle Detail hatten die Schüler ihre Abschiedsfeier selber vorbereitet, organisiert und auch durchgeführt. Schulleiterin Andrea Feitz stellte in den Mittelpunkt ihrer Ansprache das von den Schülern gewählte Motto „Ich bin Teil des Ganzen“.  „So habe auch ich Sie erlebt. Sie waren immer umeinander bemüht und Sie waren sich immer bewusst, dass Sie nur im Miteinander gut zusammen arbeiten und leben können“, betonte Feitz. Die Schulleiterin stellte das Motto aber auch in einen globalen Zusammenhang.

 „Regionale Ereignisse können weltweite Folgen haben.“ So habe ein Erdbeben in Japan die deutsche Atompolitik beeinflusst und durch den Krieg in Syrien und die Flüchtenden  gerate auch Europa in Unruhe. Erzieher erleben heute im Berufsalltag, wie Flüchtlingskinder sich unter dem Tisch verkriechen, weil Klatschspiele sie an Gewehrsalven erinnern. „An diesen traurigen Beispielen  sieht man, dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind und dass uns nichts wurscht sein kann“, sagte Andrea Feitz. Der Spruch „Was interessiert mich, wenn in China ein Fahrradl umfällt“ habe seine Gültigkeit längst verloren. „Bleiben Sie offen und interessiert und übernehmen Sie als Teil des Ganzen Verantwortung“, forderte die Schulleiterin die Absolventen am Ende ihrer Ansprache auf. 

 Zum Ausbildungsabschluss gratulierte auch Josef Wetzl, der geschäftsführende Vorstand des Mädchenwerks.  Er zitierte verschiedene Dichter und Denker und legte den Absolventen besonders den Spruch „In andrer Glück sein eignes finden“ ans Herz. Dieser Vers enthalte eine tiefe Weisheit und treffe genau die Seele, den Geist und die Herzenswärme der Menschen, die sich mit Liebe – mit Nächstenliebe – den sozialen Berufen verschrieben haben. 

 Mit einer Fotopräsentation blickten die Klassensprecherinnen Julia Schnaiter und Vanessa Heigl zurück „auf  vier wunderbare Jahre“. Sie berichteten von vielen schönen, aber auch von traurigen Momenten. „Wir haben Freundschaften geschlossen, haben zusammen gelernt, gelacht und geweint“, sagten die Mädchen und erzählten von unvergesslichen Erlebnissen, zum Beispiel bei einer Wanderung zum Falkenstein oder wie sie im Rahmen von Seminartagen Passau unsicher gemacht hatten. 

 Mit ganz persönlichen Worten verabschiedeten sich die Klassensprecher von allen einzelnen Mitschülern, sie hatten für alle ein kleines Geschenk vorbereitet. Auch die Lehrer erhielten Geschenke und während der Zeugnisverleihung wurde für jeden Absolventen ein Lied mit persönlicher Bedeutung eingespielt. Auch die musikalische Umrahmung der Abschlussfeier hatten die Studierenden selbst übernommen und sich dafür ganz passende Lieder ausgesucht, wie „Wunderbare Jahre“, „Eine ins Leb‘n“ oder „Auf uns“. 

 „Was da heute geboten wurde, ist einzigartig“, sagte Klassenlehrerin Marianne Holzbauer.  Sie charakterisierte die Klasse als eigenständig, selbstbewusst, aufmerksam, hilfsbereit, verantwortungsbewusst, fleißig, fürsorglich, zuverlässig und fröhlich. Zu den Eltern sagte die Lehrerin: „Sie können stolz sein auf Ihre Kinder“. 

 Am Ende wurden die Klassenbesten noch besonders geehrt: Anja Mühlehner (1,21), Jenny Zachskorn, Elisabeth Pauli und Larissa Kroner (1,35), Lisa Spongfelder und Saskia Köckeis (1,5). Bei Sekt und Häppchen wurde schließlich noch ein gemütlicher Ausklang gefeiert.

 

2017 Entlassfeier FAKS Gruppe dsc 9092 20170728 12 27 26

 

2017 Entlassfeier FAKS Klassensprecher dsc 9090 20170728 12 28 26    2017 Entlassfeier FAKS Wetzl dsc 9083 20170728 12 28 40

 

DIE ABSOLVENTEN DER FACHAKADEMIE

FAKS Absolventen 

Karina Besold, Langdorf; Anna Ebner, Bischofsmais; Lisa-Marie Erhard, Kollnburg; Christina Feineis, Rinchnach; Eva-Maria Fischer, Bad Kötzting; Lena Graf, Hohenau; Laura Gritsch, Neureichenau; Vanessa Heigl, Offenberg; Saskia Köckeis, Kirchdorf; Sarah Koller, Neukirchen b. Hl. Blut; Larissa Kroner, Zwiesel; Miriam Losing, Ruhmannsfelden; Anna-Maria Mathes, Bad Kötzting; Daniela Maurer, Regen; Anja Mühlehner, Kirchdorf; Elisabeth Paulik, Hohenau; Johanna Raab, Hinterschmiding; Julia Schnaiter, Kollnburg; Florian Schwamberger, Drachselsried; Lisa-Maria Seibold, Grainet; Jana Sobtzick, Jandelsbrunn; Lisa Sponfeldner, Bad Kötzting; Daniel Sturm, Langdorf; Anna-Lena Tanzer, Perlesreut; Belinda Waldner, Röhrnbach; Magdalena Weindl, Ruhmannsfelden; Julia Werner, Patersdorf; Jennifer Zachskorn, Ruhmannsfelden.