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Und begonnen hat alles im Kindergarten…
Von der Erzieherin zur Heilpädagogin, 2007 - 2017

Ramona Klangschalen


Fragen an eine Ehemalige der Fachakademie Zwiesel


Wie entwickelte sich der Wunsch Erzieherin zu werden?
Schon immer spürte ich diese besondere Verbindung zu Kindern, was mir die Entscheidung, Erzieherin werden zu wollen, sehr erleichterte. Nachdem ich mein eigenes Bild von drei verschiedenen Fachakademien in der Umgebung gewonnen hatte, fiel auch die Entscheidung für den Ausbildungsort Zwiesel leicht - trotz ungünstiger Verkehrsverbindungen. Bereits bei den ersten Kontakten überzeugten die Lehrer in Zwiesel eindeutig durch ehrliche Wertschätzung, Herzlichkeit und Wärme. Der Unterricht und die Praktika haben mich immer wieder in meiner beruflichen Entscheidung bestärkt.
Prägend und bereichernd waren für mich umfassende Einblicke in sehr bewusst und konträr ausgewählte Bereiche – Kindergarten mit -krippe, Behindertenarbeit, Jugendeinrichtungen mit schwersterziehbaren Jugendlichen, Kinderklinik, sozialpädiatrisches Zentrum.
Rückblickend durfte ich in Zwiesel eine einzigartige Zeit genießen, in der ich das Gefühl hatte, dass nicht primär nur das Wissen im Vordergrund stand, sondern ganz besonders auch die Individualität des einzelnen Menschen.

Ramona am Schreibtisch


Wie ging es nach der FAKS in Zwiesel weiter?
Nach meinem Abschluss zur staatlich anerkannten Erzieherin mit Fachabitur im Sommer 2011 freute ich mich darauf, endlich so richtig loslegen zu können. Ich wollte all die theoretischen und praktischen Erfahrungen umsetzen und war gespannt auf meinen neuen Lebensabschnitt.
Für mich überraschend bekam ich die Leitung einer offenen Ganztagsschule für zwei Grundschulen und eine Mittelschule angeboten. Ich war überglücklich! Während ich voller Energie und Motivation wirksam wurde, kristallisierte sich dennoch zunehmend der Wunsch heraus, meine heilpädagogischen Kenntnisse aus der FAKS noch weiter zu vertiefen.

Ramona Hand


Wie entstand der Wunsch weiter zu lernen?
Um auch weiterhin Theorie und Praxis verbinden zu können, entschied ich mich für ein in Deutschland einzigartiges Studienmodell für Heilpädagogik. Neben meiner beruflichen Tätigkeit studierte ich in meiner Freizeit und besuchte monatlich etwa einmal am Wochenende die Präsenzvorlesungen im Saarland.
Während dieser drei Jahre nutzte ich jede Gelegenheit für Hospitationen und Praktika in unterschiedlichsten heilpädagogischen Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit verschiedensten Beeinträchtigungen. Im Sommer 2016 beendete ich voller Freude mein Fernstudium – und alles fühlte sich jetzt stimmig an.

Ramona Kiind


Wie ist der aktuelle Stand?
Bereits im Herbst letzten Jahres hatte ich dann endlich den Mut, meinen langen Traum vom eigenständigen Arbeiten zu verwirklichen. Aktuell bin ich selbständig in meiner eigenen Praxis sowie in einer interdisziplinären Frühförderstelle tätig.
Besonders inspirierend ist für mich die Vielfältigkeit meines Arbeitsspektrums, von körperlichen, kognitiven über seelische Beeinträchtigungen, sowie die breite Altersspanne von Kleinkindern bis zu erwachsenen Menschen. Zu meinen momentanen Tätigkeitsschwerpunkten zählen Beratung und Diagnostik, Förder- und Therapiestunden sowie verschiedene Seminare und Kursangebote.
Zu keiner Zeit könnte ich mir einen anderen Beruf vorstellen, der mich mehr erfüllen würde, als die bereichernde Arbeit mit Menschen.
Mit Sonne im Herzen und ehrlicher Wertschätzung schenkt mir mein Beruf täglich Freude – ein Weg, der in Zwiesel begann, auf den ich heute mit Dankbarkeit gerne zurückblicke.

Ramona Wimmer