millionenprojekt

 

Das Mädchenwerk vor dem Millionenprojekt 

Geplante Baumaßnahmen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung

Voraussichtlich mehr als zehn Millionen Euro will das Mädchenwerk in den kommenden Jahren in eine grundlegende  Modernisierung der Schulge-bäude investieren (wir berichteten). Entsprechend stand dieses Thema auch im Fokus bei der Jahreshauptversammlung des Mädchenwerk Zwiesel e.V..

Der Versammlung voraus ging ein von Stadtpfarrer Martin Prellinger in der Hauskapelle zelebrierter Gottesdienst. In seiner Predigt mit Bezug zur Heiligen Elisabeth stellte Prellinger unter anderem heraus, dass die Barm-herzigkeit das sei, was die Menschen bräuchten – ein gegenseitiges Helfen. „Das ist es, was das Mädchenwerk ausmacht.“

Zur anschließenden Jahreshauptversammlung konnte der Aufsichtsrats-vorsitzende Georg Pongratz wieder ein volles Haus begrüßen. In seinem Grußwort stellte Landrat Michael Adam die große Bedeutung der berufs-bildenden Schulen des Mädchenwerks und die des Schülerinnen-wohnheims für den Landkreis Regen heraus. „Nach wie vor ist die Ausbildung vor Ort der Schlüssel für einen hohen Standard, und das nicht nur in der Pflege, sondern auch bei all den sozialen Einrichtungen.“ Neben der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege seien auch die beiden anderen Schulen, die Berufsfachschule für Kinderpflege und die Fachakademie für Sozialpädagogik, überaus wichtig für den Landkreis.

Bürgermeister Franz Xaver Steininger lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Mädchenwerk und  den Verantwortlichen und dankte für die außerordentlich positiven Akzente, die für Zwiesel als Schulstadt  gesetzt würden. Besonders betonte er die Wichtigkeit  von Ausbildungsmöglich-keiten nicht nur für die regionalen Einrichtungen, sondern auch im Hinblick auf  mögliche Betriebsansiedlungen. „Mit den anstehenden Baumaß-nahmen tut man einen wichtigen Schritt in die Zukunft“, so der Bürger-meister. Beide Grußredner dankten den Mitgliedern des Aufsichtsrates um Georg Pongratz sowie dem geschäftsführenden Vorstand Josef Wetzl, aber auch allen Mitarbeitern für ihr großes Engagement.

Josef Wetzl  erläuterte danach  neben  dem „Tagesgeschäft“ vor allem  die wesentlichen Planungs- und Genehmigungsschritte der Baumaßnahmen sowie deren Finanzierung. Dabei stellte er – verbunden mit größtem Dank – besonders das Engagement des Bischöflichen Ordinariats Passau heraus, das sich nicht nur auf den Hauptteil der Finanzierung, sondern auch auf weitere operative Unterstützung bezieht. Wetzl betonte aber auch, dass sich der Landkreis Regen an der Finanzierung beteilige und die Stadt Zwiesel die Investitionsplanungen durch den Verkauf von Teilen des alten Feuerwehrgeländes unterstütze. Auch dafür dankte der Vorstand herzlich. 

Die insgesamt vier Bauabschnitte – Ersatzbau Internat, Ersatzbau Berufs-bildungszentrum, Sanierung Klinkerbau und Ertüchtigung der Parkplätze – stellte Wetzl mit den jeweiligen Bausummen detailliert vor. Zum Schluss bedankte er sich bei den 64 Mitarbeitern für ihren Einsatz und beim Aufsichtsrat sowie dem langjährigen Kassenprüfer Sepp Preuschl für das ehrenamtliche Engagement. 

Aus den Berichten der Schulleiterin Andrea Feitz und der Heimleiterin Grete Ruder ging hervor, dass die Schulen des Mädchenwerks besten Zuspruch finden, dass die  intensive pädagogische Arbeit Früchte trage und die Einrichtungen – trotz immer schwieriger werdender Zeiten – auch für die Zukunft gut aufgestellt seien. Eine besondere Herausforderung stellen die anstehenden Baumaßnahmen auch für die Schul- und Internatsarbeit dar. Mittlerweile sind wesentliche Teile der Schulen in die Ausweichquartiere umgezogen und die Internatschülerinnen und -schüler haben den „Altbestand“ für sich erobert. 

Im letzten Teil der Versammlung schilderte Vorstand Wetzl der Mitglieder-versammlung ausführlich die Chronologie und den aktuellen Stand der Planungsarbeiten anhand einer Präsentation. Die Bedarfsfeststellungen durch die Regierung von Niederbayern sind nach seinen Worten abge-schlossen, die Entwurfsplanungen soweit durchgeführt oder kurz vor dem Abschluss, die ersten Ausschreibungen laufen. Noch Ende dieses Jahres soll mit den ersten Abbrucharbeiten begonnen werden. 

 

Aus dem Bayerwald-Boten (Passauer Neue Presse) vom 23.11.2016