Pflege und Betreuung im Fokus
Auftaktveranstaltung für die „Woche der Pflege“ in der Arberlandklinik
von Christina Hackl 

 pflege betreuung 

Zwiesel. Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Im Landkreis Regen hat man diesen Tag zum Anlass genommen, um gleich eine ganze „Woche der Pflege“ zu organisieren. Gestern Nachmittag fand die offizielle Auftaktveranstaltung in der Arberlandklinik Zwiesel statt.
 Zahlreiche Akteure aus dem Pflege- und Behindertenbereich waren der Einladung des Agenda-Arbeitskreis Soziales in die Caféteria der Klinik gefolgt. Auch Vertreter der Politik, der Schulen und Behörden konnte Hausherr Christian Schmitz willkommen hießen.
 Der Chef der Arberlandkliniken lobte die Initiative zur „Woche der Pflege“ ausdrücklich. Bereits in seiner Zeit als Personalchef der Landkreis-Kliniken habe er mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen gehabt. Bei den Ärzten sei man mittlerweile dazu übergegangen, ausländische Fachkräfte zu verpflichten. „Bei der Pflege wird das schwierig“, sagte Schmitz mit Verweis auf die wichtige Vermittlerrolle, die das Pflegepersonal oft zwischen ausländischem Arzt und Patient einnehme.
 Es sei deswegen eine wichtige Aufgabe, den Pflegeberuf in der Öffentlichkeit positiver darzustellen, forderte Schmitz. Die „Woche der Pflege“ könne dafür ein wichtiger Baustein sein. „Der Pflegeberuf ist attraktiv und hochinteressant. Und wir brauchen diese Fachkräfte dringend“, appellierte Schmitz.
 Auch VdK-Geschäftsführer und Landkreis-Behindertenbeauftragter Helmut Plenk unterstrich die Bedeutung des Themas Pflege in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Damit man diese große Herausforderung meistern könne, brauche man viele Mitstreiter, betonte Plenk und rief die Anwesenden dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass Pflege und Betreuung „den Stellenwert bekommen, den sie verdient haben“.
 Auch der Vorsitzende des Agenda-Arbeitskreis Soziales, Pfarrer Matthias Schricker, schloss sich den Worten seiner Vorredner an und sagte: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Themen Pflege und Betreuung mehr im Bewusstsein der Menschen zu verankern“. Schricker verwies auf eine Studie, nach der die Hälfte aller Männer und dreiviertel aller Frauen in Deutschland irgendwann in ihrem Leben auf Pflege angewiesen sein werden. Aber wer soll diese Arbeit erledigen? Und wer bezahlen? „Wir dürfen vor solchen Fragen und der Wirklichkeit nicht länger die Augen verschließen. Dieses Schweigen muss gebrochen werden“, so Schricker.
 Der Agenda-Vorsitzende freute sich, dass es gelungen sei, für die „Woche der Pflege“ ein vielfältiges und ausdrucksstarkes Programm zusammenzustellen. Sein Dank galt allen Akteuren, die dazu beigetragen haben. Im Anschluss an die Eröffnung nutzten die Besucher der Auftaktveranstaltung noch die Gelegenheit zum Austausch und zum Netzwerken.

Vanessa Neumeier (l.) und Verena Franz stecken mitten drin in ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Werbung zu machen für Pflegeberufe, das ist eines der Hauptziele der „Woche der Pflege“, die gestern von Krankenhaus-Chef Christian Schmitz, VdK-Geschäftsführer Helmut Plenk und dem Vorsitzenden des Agenda-Arbeitskreises Soziales Pfarrer Matthias Schricker eröffnet wurde. Foto: Hackl