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„Egal was man tut, man bekommt immer ein Danke“ Michaela Wildfeuer ist sich sicher, dass sie ihren Traumberuf gefunden hat. „Ich wollte schon immer was mit Menschen machen. Als ich dann ein Praktikum im Altenheim gemacht habe, war mir klar: Ich lerne den Beruf der Altenpflegerin!“ Um sich weiterzuentwickeln, hat sie nach ihrer Ausbildung berufsbegleitend einen Basiskurs zur Pflegedienstleiterin absolviert. Finanziert wurde ihr die Weiterbildung durch ein Stipendium. So konnte sie anschließend interessante, neue Aufgaben als Stationsleitung an ihrem Arbeitsplatz übernehmen. Jetzt arbeitet sie seit knapp einem halben Jahr im Caritas Wohn- und Pflegezentrum St. Elisabeth GmbH in Regen als Bereichsleitung. Besonders reizt sie die Vielfältigkeit der neuen Aufgaben. So hält sie Kontakt unter anderem zu den Angehörigen, den Therapeuten und Ärzten, den anderen Pflegekräften auf der Station und natürlich zu den Bewohnern, hier ist sie auch in die praktische Pflege eingebunden. Für diese Aufgaben ist die Kommunikations- und die Teamfähigkeit eine besonders wichtige Basiskompetenz. Das ist überhaupt ein großes Plus im Pflegeberuf: Man arbeitet in einem Team und kann sich immer wieder Unterstützung bei den Kollegen holen.
Das Bild, das die Altenpflege immer noch in der Öffentlichkeit hat, passt nicht zu dem, was Frau Wildfeuer schildert. Denn Viele sehen scheinbar nicht, dass neben grundlegenden pflegerischen Aufgaben auch medizinische Fachkenntnisse notwendig sind. Dieses Fachwissen ermöglicht es auch, sich beruflich weiterzuentwickeln und als kompetenter Partner in der Pflege auf Augenhöhe mit Ärzten zusammenzuarbeiten. Ein zweites Vorurteil widerlegt Frau Wildfeuer ebenfalls: Auch bei der Bezahlung steht sie im Vergleich mit ihren gleichaltrigen Freunden, weiblich wie männlich, sehr gut da.
Die engagierte Bereichsleiterin kann ihren Beruf nur weiterempfehlen. Wer seine Ausbildung ernst nimmt und sich Fachwissen aneignet, der erwirbt sich berufliche Sicherheit, die den Einstieg in das Erwerbsleben sehr erleichtert und Karrierechancen ermöglicht.
Viele SchülerInnen der Berufsfachschule für Altenpflege des Mädchenwerks Zwiesel e.V. haben ebenfalls durch ein Praktikum erkannt, dass sie eine Ausbildung in der Pflege beginnen möchten. Bereits die Azubis erfahren: „ Menschen helfen und sie in ihrem Alltag unterstützen, ist eine sinnvolle und befriedigende Aufgabe. Ein Lächeln eines Bewohners, die Verbesserung des Allgemeinzustandes der alten Menschen und einfach die Dankbarkeit motivieren.“ Die Schüler sind sich einig: Man sollte auf jeden Fall Einfühlungsvermögen, Geduld und Kommunikationsfähigkeit für diesen Beruf mitbringen, aber auch die Bereitschaft, immer weiter zu lernen. Die Voraussetzung ist, neben dem Realschulabschluss, auch der Respekt vor dem alten Menschen und ihrem gelebten Leben. Für einige Berufsfachschüler bedeutet die Ausbildung einen Wiedereinstieg in das Erwerbsleben. Andere sind zunächst ein Jahr in die Berufsfachschule für Altenpflegehilfe gegangen. Hier konnten sie mit dem mittleren Schulabschluss (Hauptschule) einsteigen. Alle SchülerInnen im Mädchenwerk sind sich aber einig: „Der Beruf hat Zukunft und wir werden einen Arbeitsplatz in der Region finden.“

Andrea Feitz

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